Das Netz der gläubigen Spender ist der landesweit tätige karitative Dienst der Hit-Gemeinde.
Es wurde im Jahre 1994 mit dem Ziel gegründet, jenen Mitmenschen helfen zu können, die unverschuldet in eine Krisensituation geraten sind. Der damals noch lokale Budapester Dienst ist heute zu einer landesweiten Organisation herangewachsen.
In der seither vergangenen Zeit wird das Netzwerk – sowohl im Inland als auch im Ausland - vor immer neuere Herausforderungen gestellt. Im Laufe der vergangenen Jahre ließen wir unsere Hilfstransporte neben den mehreren Tausend Bedürftigen in Ungarn auch den im Tschango- und Szekler-Land sowie in der Vojvodina lebenden Armen zukommen.
In Ungarn lindern wir durch mehr als dreißig örtliche Büros die Probleme der in Not geratenen Menschen, Familien. Mit besonderer Aufmerksamkeit versucht das Netz Großfamilien, alleinerziehenden Eltern, in ihrer Bewegung Beeinträchtigten und all jenen Mitmenschen zu helfen, die selbst für ihren Unterhalt aufkommen möchten, dazu aber unverschuldet nicht in der Lage sind.
Unsere Krisenhilfsbüros wurden in der vergangenen Zeit von mehr in ihrer Existenz bedrohten Hilfesuchenden aufgesucht „als gewohnt”. Da die menschliche Spitzfindigkeit außerordentlich groß ist, werden die Hilfegesuche gründlich von uns überprüft. So können wir garantieren, dass die bei uns eingetroffenen Spenden wirklich an die richtigen Stellen gelangen. In unseren Büros beschäftigen sich unsere Fachleute unter anderem mit
- Beratung
- Vorgehen bei behördlichen Angelegenheiten
- Hilfspaketen
- unseren Möglichkeiten entsprechend - verschiedener finanzieller Unterstützung
Unter den insgesamt etwa 12 verschiedenen Arten der Hilfeleistung findet man das Einlösen von Medikamenten, Kinderspeisung, Beiträge zu den Nebenkostenrechnungen, aber auch Hilfe bei Begräbnis und Einschulung.
In unseren Lagerräumen sind neben den Kleiderspenden alle Geräte und Dinge zu finden, die in einem Haushalt heutzutage unerlässlich sind:
- Möbel
- elektronische Haushaltsgeräte: Kühlgeräte, Waschmaschinen
- Küchengeräte
sowie alle sonstigen Ausstattungen, die zum alltäglichen Leben nötig sein können.
Die Kinderspeisung hat sich bereits zu einem selbständigen Programm entwickelt. Die großen Verlustträger der in unseren Tagen immer tiefer werdenden Krise sind die Kinder, so halten wir ihre Unterstützung für eine unserer wichtigsten Aufgaben. Unseren Unterstützern können wir garantieren, dass ihre für diesen Zweck einlaufenden Gaben gewiss zu den bedürftigen Kindern gelangen.
Die Hilfe zu Hause ist ein Programm, im Rahmen dessen wir schwer situierten, in ihrer Bewegung und der Funktion ihrer Sinnesorgane behinderten Mitmenschen helfen. Wir versorgen sie mit warmem Essen, übernehmen das Saubermachen und Geschirrspülen.
Das Zeltprogramm unseres Netzes ist einzigartig in Ungarn. Innerhalb dieses Programms werden neben den zentral gesammelten Kleiderspenden auch Grundnahrungsmittel (Zucker, Mehl, Reis, Kartoffeln, Zwiebeln, Öl, Teigwaren, Obst) verteilt, vor allem in solchen Dörfern, Klein- und Großstädten, wo die Zahl der Bedürftigen den Angaben nach über dem Durchschnitt liegt.
Während unserer Aktionen verteilen wir regelmäßig warme Speisen und auch unser Gesundheitsdienst begleitet uns mit beliebten Dienstleistungen, wie Messen des Blutdrucks, bzw. Blutzuckerspiegels.
Unser Zeltprogramm haben wir auch auf die Gebiete jenseits der Grenze ausgedehnt, in denen Ungarn leben. Unter Organisation der Karitativen Zentrale der Hit-Gemeinde in Neumarkt (Marosvásárhely) besuchten wir unsere in tiefster Armut lebenden Mitmenschen in Niklasmarkt (Gyergyószentmiklós) und Szeklerkreuz (Székelykeresztúr). Daneben machten wir auch in jenen Siedlungen Halt, denen die Budapester Hit-Gemeinde nach dem letzten großen Hochwasser eine Soforthilfe geschickt hatte. Natürlich lassen wir auch denjenigen, die in Siebenbürgen (Erdély), Transkarpatien (Kárpátalja) oder in der Vojvodina (Vajdaság) leben, unsere Hilfe zukommen.
Neben unseren fortlaufenden Programmen helfen wir den Bedürftigen auch mit zeitweiligen Aktionen. Eines davon ist unser in der – schwereren – Winterzeit funktionierendes Heizstoffprogramm, mit dessen Hilfe wir jenen Bedürftigen mehrere Tonnen Heizmaterial zukommen ließen, die selbst dann nicht heizen können, wenn die Kälte Minus 10-15 Grad Celsius erreicht. In Ungarn steigt die Zahl derer, die nicht auf der Straße, sondern in der eigenen Wohnung erfieren, von Jahr zu Jahr an.
Darüberhinaus vergessen wir auch diejenigen nicht, die gezwungen sind, auf der Straße zu leben, da sie ihre Existenz verloren haben. Heutzutage ist es sehr leicht, obdachlos zu werden. Es reicht, wenn man seine Arbeitsstelle verliert oder wenn der Wohnungskredit einstürzt, schon wird man seiner Liegenschaft enthoben. Hunderte von Familien sind heimatlos geworden und erhöhen somit die sowieso schon hohe Zahl der Obdachlosen. An sie verteilen im Winter unsere Straßensozialarbeiter mehrere Tausend Portionen warmen Tee, belegte Brote, und gleichzeitig funktioniert auch unsere mobile „Gulasch-Kanonenküche” mit der Verteilung von mehreren Tausend Portionen warmer Speise. Außerdem erhalten diese Obdachlosen auch unentgeltliche Rechtshilfe.
Wir machen die Erfahrung, dass die Eltern in vielen arbeitswilligen, ehrbaren Familien, die noch ein Dach über dem Kopf haben, sich entscheiden müssen, ob sie entweder ihre Rechnungen über Nebenkosten und Heizung bezahlen oder eher Lebensmittel kaufen. Deshalb gehen viele Kinder abends hungrig ins Bett. Ihnen helfen wir mit unserem Josef-Programm. Mit unseren Hilfspaketen können wir den am Programm teilnehmenden Familien für mehrere Wochen ihre Sorge um die Verpflegung von den Schultern nehmen.
Eines unserer vielleicht liebevollsten unterstützten Winterprogramme ist
unsere Nikolaus-Hilfspaket-Aktion, im Rahmen derer wir den Not leidenden Familien neben den von Kindern zusammengestellten Schuhkarton-Spielzeugpaketen auch Hilfspakete mit Lebensmitteln und Haushaltswaren zukommen lassen. So bereiten wir neben der Bescherung der Kinder auch den Eltern beim Auspacken des Pakets eine große Freude.
Die Schuhkarton-Spenden machten sich auf den Weg, und brachten neben den Not leidenden Familien auch den kleinen Patienten eines Budapester Kinderkrankenhauses, aber auch den in Armut lebenden Kindern in Siebenbürgen und der Vojvodina eine sehr große Freude.
Das Netz der gläubigen Spender bedankt sich bei allen seinen lieben Spendern für die bisherige Unterstützung und bittet sie weiterhin darum, den Dienst mit ihren Gaben zu unterstützen, damit erneut geholfen werden kann und in den Augen unserer Not leidenden Mitmenschen Freude erstrahlt.
Wir danken allen unseren lieben Spendern für ihre aufopferungsvolle Unterstützung!